Ganztagsschule Kosten: Übersicht der Gebühren für Eltern

Ganztagsschule Kosten 2026: Was Eltern wirklich zahlen

Gilt für:Grundschule·Zuletzt geprüft: Oktober 2026

Ganztagsschule Kosten: Viele Eltern erwarten hohe monatliche Gebühren — dabei ist das schulische Angebot in den meisten Bundesländern beitragsfrei. Bezahlt wird an anderer Stelle, und die unterscheidet sich von Land zu Land erheblich. Hier findest du alle 16 Bundesländer in einer Tabelle, dazu die Posten, die in keiner Übersicht stehen, und die Entlastungen, die regelmäßig liegen bleiben.

Die Regelungen unterscheiden sich je Bundesland. Maßgeblich sind die Vorschriften deines Bundeslandes und die Satzung deiner Kommune. Dieser Ratgeber gibt allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Regelungen nach Bundesland im Überblick →

Deine eigenen Kosten rechnest du mit dem Ganztag-Kostenrechner: Bundesland und Angebot wählen, Mittagessen und Beitrag eintragen, Monats- und Jahressumme ablesen.

Ganztagsschule Kosten: Das Grundprinzip

Die gebundene Ganztagsschule nimmt rechtlich eine Sonderstellung ein: Da die Teilnahme für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend ist und mindestens sieben Stunden an drei Wochentagen umfasst, gilt sie nicht als reine Betreuungsleistung, sondern als Teil des regulären Schulbetriebs. Für die Pflichtzeiten dürfen deshalb in der Regel keine Elternbeiträge erhoben werden — anders als bei der offenen Ganztagsschule, wo Nachmittagsangebote als zusätzliche Betreuungsleistung gelten und damit kostenpflichtig sein können.

Die einzige bundesweit übliche Ausnahme ist das Mittagessen: Da hierfür echte Sachkosten anfallen, dürfen Schulträger dafür ein Entgelt verlangen — unabhängig davon, ob die Schule gebunden oder offen organisiert ist. Den bundesrechtlichen Rahmen für den Ganztagsanspruch selbst setzt das Ganztagsförderungsgesetz — die konkreten Beiträge legen dagegen die Länder und Kommunen fest.

Was ist kostenlos, was kostet etwas?

BestandteilÜblicherweise kostenlos?
Regulärer UnterrichtJa
Lernzeiten / ÜbungszeitenJa
Pflichtbetreuung der Kernzeit (z. B. 8–16 Uhr)Ja, in fast allen Bundesländern
MittagessenNein, kostenpflichtig (mit Ermäßigungen)
Randzeitenbetreuung (vor 8 Uhr, nach 16 Uhr)Oft kostenpflichtig oder separat organisiert
FerienbetreuungHäufig kostenpflichtig oder über externe Träger
Zusätzliche AGs / WahlkurseTeils kostenpflichtig, abhängig vom Anbieter

Was genau unter Randzeitenbetreuung fällt, erklärt unser Lexikon. Wie die Betreuung in den Schulferien geregelt ist und wo die Lücken liegen, steht im Ratgeber zur Ferienbetreuung im Schuljahr 2026/2027.

So unterschiedlich sind die Kosten gebundene Ganztagsschule je Bundesland

Das Grundprinzip ist bundesweit ähnlich, die Umsetzung nicht. Diese Übersicht zeigt für alle 16 Länder, was das schulische Angebot kostet und wo zusätzlich Geld fällig wird:

BundeslandSchulisches GanztagsangebotWas zusätzlich kostet
Baden-WürttembergkostenfreiMittagessen · kommunale Betreuungs- und Kernzeitangebote
BayernGebundener Ganztag (GGTS): Kernzeit kostenfrei, außer Mittagsverpflegung · offener Ganztag (OGTS): Beitrag beim TrägerMittagessen · Zusatzangebote · Mittagsbetreuung · Hort
Berlinbeitragsfrei bis Klasse 3ab Klasse 4 einkommensabhängig · Mittagessen bis Klasse 6 frei
BrandenburgHort: Beitrag vom Träger sozial gestaffelt festgelegt, bei Unzumutbarkeit entfällt erEssengeld-Zuschuss · Zusatzangebote
BremenBetreuung beitragsfreiMittagessen kostenpflichtig (Beispiel einer Schule 2025/26: 35 € im Monat) · Früh-, Spät- und Ferienbetreuung
Hamburgkostenfrei von 8 bis 16 UhrRandzeiten und Ferien einkommensabhängig · Mittagessen
HessenGanztagsprogramm Profil 1 bis 3 · Landesregel zu Beiträgen nicht bestätigtBeiträge je Schulträger · Mittagessen · Ferien
Mecklenburg-VorpommernHort elternbeitragsfrei, bis 10 Stunden täglichHortessen (freiwillig) · Zusatzleistungen
Niedersachsenaußerunterrichtliche Angebote kostenfrei (Rechtsanspruch)Mittagessen · Sach- und Materialkosten · Hort
Nordrhein-WestfalenOGS kostenpflichtig, kommunal per Satzung, Höchstgrenze 242 € pro MonatMittagessen · Ferienbetreuung — Befreiung bei Sozialleistungen je nach Satzung · gebundener Ganztag Sekundarstufe I: keine Beiträge für verpflichtende Angebote
Rheinland-PfalzGanztagsschule (verpflichtend und Angebotsform) kostenfreiBetreuende Grundschule kostenpflichtig — und häufiger als die Ganztagsschule
SaarlandFGTS laut Landesprogramm ab 01.08.2026: 30 € (kurz) und 60 € (lang) im MonatGeschwister 20 und 40 € · ab 2027/28 plus 3 % pro Jahr · Ferienbetreuung bis 30 € pro Woche · Mittagessen gesondert
SachsenHort: Elternbeitrag höchstens 30 % der Personal- und SachkostenHöhe nach Satzung der Gemeinde · Verpflegungskostenersatz
Sachsen-AnhaltHort: Kostenbeitrag nach vereinbarten Betreuungsstunden, Höhe in der Satzung der GemeindeVerpflegung · gesetzliche Geschwisterregel nur für nicht schulpflichtige Kinder
Schleswig-HolsteinBetreuung kostenpflichtig, laut Landesformular 2026/27 höchstens 135 € im MonatSchulträger legt Beiträge fest · Mittagessen
ThüringenLandesregel nicht bestätigtHort nach Satzung des Schulträgers · Mittagessen

Hinweis zur Prüfung: Für Hessen und Thüringen ließ sich keine landesweite Beitragsregel aus einer amtlichen Quelle bestätigen. Dort gilt, was Satzung, Bescheid oder Vertrag sagen. In den übrigen Ländern sind die Landesregeln geprüft, die Eurobeträge legen aber häufig Träger oder Kommune fest. Quellen und Stand für alle 16 Länder stehen in der Tabelle im Ganztag-Kostenrechner.

Zwei Dinge fallen an dieser Tabelle auf. Erstens verläuft die Trennlinie nicht zwischen gebundener und offener Form, sondern zwischen schulischem Angebot und Betreuungsvertrag. Wo du etwas unterschrieben hast — beim Hort, bei der Betreuenden Grundschule, bei der FGTS —, zahlst du. Wo es nur eine Anmeldung an der Schule gibt, meist nicht.

Zweitens sagt die Spalte „kostenfrei“ wenig darüber, was am Monatsende auf dem Kontoauszug steht. In Rheinland-Pfalz ist die Ganztagsschule beitragsfrei — aber von 869 Grundschulen mit Ganztagsangebot führen 506 die kostenpflichtige Betreuende Grundschule. Und das Mittagessen ist fast überall ein eigener Posten, nur in Berlin ist es für die Klassen 1 bis 6 frei.

Die genauen Regelungen für dein Bundesland findest du in unserem Schulfinder für alle 16 Bundesländer.

Wie hoch sind die Mittagessen-Kosten konkret?

Wo pro Mahlzeit abgerechnet wird, sind Beträge zwischen 3 und 5 Euro üblich — bei regelmäßiger Teilnahme also 60 bis 100 Euro im Monat. Viele Schulträger staffeln nach Familieneinkommen.

Diese Spanne gilt allerdings nicht überall, denn die Abrechnungslogik selbst unterscheidet sich:

  • Pro Mahlzeit — der Regelfall in den meisten Ländern
  • Als Monatsbeitrag — zum Beispiel an einer Bremer Ganztagsgrundschule 2025/26 mit 420 Euro im Jahr (35 Euro im Monat bei zwölf Raten; die Höhe kann je Schule abweichen) oder in der FGTS Saarwellingen mit einer Pauschale von 70 Euro im Monat
  • Gar nicht — in Berlin ist das Mittagessen für alle Kinder der Klassen 1 bis 6 kostenfrei, ohne Zuzahlung und ohne Einkommensprüfung

Rechne deshalb nie mit einer Zahl aus dem Internet, sondern lass dir die volle Monatsrechnung zeigen — Betreuung, Essen und Zusatzposten zusammen.

Welche Qualitätsstandards für das Schulessen gelten, wie Allergien berücksichtigt werden und welche Fragen du vor der Anmeldung stellen solltest, steht in unserem Ratgeber zum Mittagessen an der Ganztagsschule.

Ermäßigungen und Unterstützung für Familien

Einkommensschwache Familien müssen die Mittagessen-Kosten nicht alleine tragen. Über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) können Familien mit geringem Einkommen — etwa beim Bezug von Bürgergeld, Wohngeld oder Kinderzuschlag — eine vollständige oder teilweise Kostenübernahme für das Mittagessen beantragen. Der Antrag läuft über das zuständige Jobcenter oder Sozialamt; wie du ihn stellst, erklären wir Schritt für Schritt unter BuT-Antrag stellen. Welche Behörde für deinen Ort zuständig ist, findest du mit unserem Zuständigkeitsfinder heraus. Für Alleinerziehende gelten bei Beitrag und Entlastungen einige Besonderheiten — welche, steht im Ratgeber Ganztagsschule für Alleinerziehende.

Zusätzlich bieten viele Kommunen eigene Ermäßigungsmodelle mit gestaffelten Beiträgen nach Einkommen an — wie in Hamburg, wo die Gebühren in fünf Stufen von 20 bis 100 Prozent gestaffelt sind. Häufig gibt es außerdem Geschwisterrabatte — wie hoch sie ausfallen und wie du deinen Anspruch findest, ordnet unser eigener Ratgeber dazu ein. Es lohnt sich, direkt bei der Schule oder dem Schulträger nachzufragen; welche Modelle üblich sind und wie du sie beantragst, steht unter Beitragsermäßigung beantragen.

Die Kosten, die in keiner Übersicht stehen

Die Beträge, mit denen Familien nicht rechnen, stehen selten in den Anmeldeunterlagen. Fünf davon tauchen immer wieder auf:

  • Der Essensvertrag, der weiterläuft. Verpflegung wird vielerorts über einen eigenen Vertrag mit dem Caterer abgewickelt. Wer die Betreuung kündigt und diesen Vertrag übersieht, zahlt weiter — unter Umständen monatelang für Mahlzeiten, die niemand isst. Prüfe, ob Betreuung und Verpflegung bei dir in einem oder in zwei Verträgen geregelt sind.
  • Beiträge unabhängig von der Nutzung. In der FGTS Saarwellingen ist der Beitrag zum Beispiel ein Jahresbetrag, der auf zwölf Monate verteilt wird. Krankheit, Urlaub oder ein Kind, das freitags lieber nach Hause geht, ändern daran meist nichts. Prüfe dazu deinen Vertrag.
  • Geschwisterermäßigung, die nicht gilt. In Sachsen-Anhalt gilt die gesetzliche Geschwisterregel nur für gleichzeitig betreute Kinder, die noch nicht schulpflichtig sind. Für Schulkinder im Hort sieht das Kinderförderungsgesetz sie nicht vor. Ob eine Gemeinde in ihrer Satzung etwas anderes regelt, steht dort.
  • Ferien und Randzeiten als eigene Posten. Sie werden fast überall getrennt berechnet, oft wochenweise. In Hamburg werden die Kosten dafür über zwölf Monatsraten geglättet — der Betrag taucht also auch dann auf, wenn gerade keine Ferien sind.
  • Wer bei getrennten Eltern zahlt. Die Kommune stellt die Rechnung nur einem Elternteil — meist dem mit der Hauptwohnung des Kindes. Wie sich der Beitrag intern zwischen den Eltern aufteilt, regelt keine Satzung, sondern der Kindesunterhalt. Mehr dazu unter Ganztagsschule im Wechselmodell.

Dazu kommen Zusatzkosten wie Klassenfahrten, Ausflüge und Schulmaterial. Wer sie trägt und was das Bildungspaket übernimmt, steht im Ratgeber Zusatzkosten Ganztagsschule.

Entlastungen, die kaum jemand nutzt

Umgekehrt gibt es Ansprüche, die regelmäßig liegen bleiben — weil sie an einer Stelle stehen, an der niemand sucht.

Wohngeld und Kinderzuschlag können mehr auslösen als nur Geld. In manchen nordrhein-westfälischen Satzungen entfällt der OGS-Beitrag für die Dauer des Leistungsbezugs ganz: Die Satzung der Gemeinde Eitorf nennt neben Bürgergeld, Sozialhilfe und Asylbewerberleistungen ausdrücklich auch Wohngeld und Kinderzuschlag. Das ist aber keine landesweite Regel — in Wuppertal gelten Sozialleistungen laut Stadtportal als Einkommen und befreien nicht von der Beitragspflicht. Wer Wohngeld oder Kinderzuschlag bezieht oder beantragen könnte, sollte deshalb in der Satzung der eigenen Kommune nachsehen.

Landesspezifische Töpfe neben dem Bildungspaket. Rheinland-Pfalz betreibt einen eigenen Sozialfonds, über den der Elternanteil am Mittagessen ermäßigt werden kann — mit einem gesonderten Antrag, den Schule oder Schulträger ausgeben. Er wird oft übersehen, weil er neben dem Bildungs- und Teilhabepaket steht und nicht darin aufgeht.

Erlass oder Übernahme im Härtefall. Für Familien in schwieriger Lage sieht der NRW-Runderlass zur OGS vor, dass Eltern besonders förderungsbedürftiger Kinder auf eine Reduzierung, einen Erlass oder die Übernahme der Beiträge durch die wirtschaftliche Jugendhilfe (§ 90 SGB VIII) hingewiesen werden sollen. Ob und wie du einen Erlass beantragst, regelt die Satzung deiner Kommune. In Eitorf stellst du den Antrag beim Schulträger, und zwar laut Satzung am besten vor Abschluss des Betreuungsvertrags.

Die Steuererklärung. Auch wer keine Sozialleistung bekommt, kann einen Teil der Betreuungskosten zurückholen: 80 Prozent der Betreuung, höchstens 4.800 Euro je Kind und Jahr. Das Mittagessen zählt dabei nicht, die Hausaufgabenbetreuung schon. Was genau abziehbar ist und wie du es einträgst, zeigt der Ratgeber Ganztagsbetreuung von der Steuer absetzen.

Kein Ersatz für Beiträge, aber ein Thema für Familien mit Schulkindern: die Frühstart-Rente. Der Bundestag hat sie im Oktober 2026 beschlossen. Sie senkt keine Ganztagskosten, betrifft aber Kinder im Schulalter. Was bisher feststeht und was noch offen ist, steht im Ratgeber Frühstart-Rente zur Einschulung.

Kosten gebundene Ganztagsschule vs. offene Ganztagsschule

Ein wichtiger finanzieller Vorteil der gebundenen Form: Da sie rechtlich nicht als reine Betreuungsleistung gilt, fallen für die Pflichtzeiten in der Regel keine Elternbeiträge an. Bei der offenen Ganztagsschule (OGS) können dagegen — je nach Bundesland und Kommune — monatliche Gebühren für die Nachmittagsbetreuung erhoben werden, in Nordrhein-Westfalen bis zu 242 Euro pro Monat und Kind (Landesobergrenze ab dem 1. August 2026). Wer also primär auf die Kosten achtet, fährt mit der gebundenen Form oft günstiger. Wie sich die Beiträge der OGS von denen der Mittagsbetreuung unterscheiden, steht im Vergleich Mittagsbetreuung oder OGS.

Ein Punkt, der dabei gern übersehen wird: Wer sein Kind im offenen Ganztag anmeldet, bindet sich meist für ein Schuljahr — die Beiträge laufen also auch dann weiter, wenn das Kind nicht mehr teilnimmt. Welche Fristen dabei gelten, steht unter Abmeldefrist und Kündigung zum Halbjahr.

Was für und gegen den gebundenen Ganztag spricht, haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengetragen: Vor- und Nachteile der gebundenen Ganztagsschule.

Kosten an weiterführenden Schulen

Die Angaben auf dieser Seite beziehen sich überwiegend auf die Grundschule. Ab Klasse 5 ändert sich die Lage: Der Rechtsanspruch endet, und damit verschieben sich auch die Zuständigkeiten und Kostenstrukturen. Einen eigenen Überblick dazu gibt unser Artikel zu den Kosten des Ganztags an weiterführenden Schulen.

Häufige Fragen zu Kosten der gebundenen Ganztagsschule

Wie kann ich die Kosten für meine Familie berechnen?

Mit dem Ganztag-Kostenrechner: Bundesland und Angebot wählen, Mittagessen und Beitrag aus Bescheid oder Vertrag eintragen und Monats- und Jahressumme ablesen. Landesregeln sind nur hinterlegt, wo sie aus einer amtlichen Quelle stammen.

Ist die gebundene Ganztagsschule komplett kostenlos?

Das Kernprogramm — also Unterricht, Lernzeiten und die Pflichtbetreuung — ist in fast allen Bundesländern kostenlos, da es rechtlich als Teil des regulären Schulbetriebs gilt. Lediglich für das Mittagessen sowie eventuelle Randzeiten- und Ferienbetreuung können Kosten anfallen.

Wie viel kostet das Mittagessen an der gebundenen Ganztagsschule?

Wo pro Mahlzeit abgerechnet wird, sind 3 bis 5 Euro üblich — etwa 60 bis 100 Euro im Monat. Die Abrechnung unterscheidet sich aber grundlegend: Manche Träger rechnen eine Monatspauschale ab, etwa eine Bremer Ganztagsgrundschule 2025/26 mit 35 Euro im Monat, in Berlin ist das Essen für die Klassen 1 bis 6 ganz kostenfrei. Viele Schulträger staffeln zusätzlich nach Einkommen.

Kann ich Unterstützung für die Mittagessen-Kosten beantragen?

Ja, über das Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) können einkommensschwache Familien eine vollständige oder teilweise Kostenübernahme für das Mittagessen beantragen. Der Antrag läuft über das zuständige Jobcenter oder Sozialamt. Unabhängig davon bieten viele Kommunen eigene einkommensabhängige Ermäßigungen an.

Welches Bundesland hat die günstigste gebundene Ganztagsschule?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, weil Kommunen und Träger viel selbst festlegen. In Berlin ist das Essen für die Klassen 1 bis 6 kostenfrei, die Betreuung bis Klasse 3. In Baden-Württemberg ist der Ganztagsbetrieb unentgeltlich, in Rheinland-Pfalz die Ganztagsschule, in Niedersachsen sind es die außerunterrichtlichen Angebote, jeweils mit kostenpflichtigem Mittagessen. In Bayern ist die Kernzeit des gebundenen Ganztags kostenfrei, außer der Mittagsverpflegung. Am teuersten wird es dort, wo ein Betreuungsvertrag dazukommt — beim Hort oder bei der OGS in Nordrhein-Westfalen.

Was kostet die Ganztagsschule in meinem Bundesland?

Das schulische Angebot ist je nach Land und Angebotsform ganz oder teilweise beitragsfrei. Bezahlt wird dort, wo ein Betreuungsvertrag besteht — beim Hort, bei der Betreuenden Grundschule in Rheinland-Pfalz, bei der OGS in Nordrhein-Westfalen oder bei der FGTS im Saarland. Die Tabelle oben zeigt alle 16 Länder im Vergleich; maßgeblich ist am Ende die Satzung deiner Kommune.

Gibt es Beitragsfreiheit bei Wohngeld oder Kinderzuschlag?

Das hängt von der Kommune ab. In Eitorf entfällt der OGS-Beitrag für die Dauer des Bezugs von Bürgergeld, Sozialhilfe, Asylbewerberleistungen, Wohngeld und Kinderzuschlag. In Wuppertal gelten Sozialleistungen laut Stadtportal dagegen als Einkommen und befreien nicht. In anderen Ländern gelten eigene Regeln. Für Härtefälle verweist der NRW-Runderlass auf eine mögliche Reduzierung, einen Erlass oder die Übernahme der Beiträge durch die wirtschaftliche Jugendhilfe — ob das greift, regelt die Satzung.

Muss ich weiterzahlen, wenn mein Kind nicht mehr teilnimmt?

Im offenen Ganztag in der Regel ja, bis die Abmeldung wirksam wird — die Anmeldung bindet meist für ein Schuljahr. Prüfe die Kündigungsfrist in deinem Betreuungsvertrag und in der Satzung deiner Kommune, bevor du von einem Ausstieg ausgehst.

Die Landesregeln mit Quellen und Stand stehen im Ganztag-Kostenrechner. Maßgeblich sind immer die Vorschriften deines Landes, die Satzung deiner Kommune und dein Vertrag mit dem Träger.

Dieser Beitrag wurde unter Einsatz von KI-Werkzeugen redaktionell erstellt und von der Redaktion geprüft.